Apr

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Rest-Hinterseer: Agrarbereich braucht mehr Frauen in Leitungsfunktionen

Utl.: Offensichtliches Unrecht darf aber nicht mit dem Mäntelchen „Gleichbehandlung“ zugedeckt werden

rest_hinterseer_leitungsfunktionenWien (OTS) – „Seit Jahren fordern wir, dass gerade im Männer dominierten Agrarbereich mehr Frauen in Leitungspositionen kommen. Es gilt die Regel, dass bei gleicher Qualifikation Frauen der Vorzug zu geben ist. Bei der Bestellung der Leiterin der Bundesanstalt fĂĽr Bergbauernfragen wurde aber diese wichtige Voraussetzung auĂźer Acht gelassen und eine Bewerberin genommen, die nicht annähernd die fachlichen und wissenschaftlichen Qualifikationen ihres männlichen Mitbewerbers vorweisen kann“, erklärt Heidi Rest-Hinterseer von den GrĂĽnen Bäuerinnen und Bauern zur heutigen Aussendung der Ă–VP-Bundesbäuerin Höllerer, die die Neubestellung Ehlers zur Leiterin der BA fĂĽr Bergbauernfragen begrĂĽĂźt.

„Mag schon sein, dass es der Ă–VP-Bundesbäuerin Höllerer, die aus dem NĂ– Flach- und HĂĽgelland kommt, egal ist, ob die Bundesanstalt fĂĽr Bergbauernfragen eine kompetente Leitung hat, fĂĽr mich als Bergbäuerin ist die bisher hervorragende Arbeit dieses Institutes, das zum Bereich Berglandwirtschaft forscht, von essentieller Bedeutung. Dass trotz eindeutig höherer und einschlägiger Qualifizierung der interimistische Leiter der Bundesanstalt Thomas Dax ĂĽbergangen wurde, ist parteipolitisch motiviert. Bundesbäuerin Höllerer versucht nun, dieses offensichtliche Unrecht mit dem Mäntelchen ‚Gleichbehandlung‘ zuzudecken“, so Rest-Hinterseer. Die dahinterliegende Absicht sei, dieses Institut, das nicht immer die von der Ă–VP-Agrarpolitik gewĂĽnschten Forschungsergebnisse liefere, auf Ă–VP-Bauernbund-Kurs zu bringen.

Rest-Hinterseer bezweifelt, ob es dem neuen Landwirtschaftsminister bewusst ist, dass die Besetzungskommission auch gegen seine Interessen agiert hat. „Die Bundesanstalt hat einen ausgezeichneten internationalen Ruf und Förderungen fĂĽr die Bergbäuerinnen und Bauern sind nicht zuletzt den Forschungsergebnissen dieses Institutes zu verdanken, das sich im Besonderen auch intensiv mit der Gleichstellung von Frauen im ländlichen Raum und im Agrarbereich beschäftigt hat“, betont Rest-Hinterseer. „Ich appelliere an Bundesminister Berlakovich, die Ergebnisse dieser offensichtlich unobjektiven Bewertungskommission unter die Lupe zu nehmen und von einer unabhängigen Kommission noch mal ĂĽberprĂĽfen zu lassen. Es ging nicht mit rechten Dingen zu. Ein Blick ins Internet ĂĽber die Publikationen der beiden BewerberInnen genĂĽgt, um das zu beweisen“, so Rest-Hinterseer. RĂĽckfragehinweis: Die GrĂĽnen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at



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