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Pirklhuber: Exzellenter Ruf der Bundesanstalt für Bergbauernfragen gefährdet

Utl.: Nachbesetzung der Leitung völlig unakzeptabel – erste Nagelprobe für Berlakovich!

pirkelhuber_ruf_der_babf_gefaehrdetWien (OTS) – „Hat der neue Landwirtschaftsminister Berlakovich sein Ministerium im Griff oder regiert dort längst die ÖVP-Ministerialbürokratie?“, fragt sich der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber anlässlich der bevorstehenden Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt für
Bergbauernfragen.

„Die Nachbesetzung des über Parteigrenzen hinweg anerkannten ehemaligen Leiters der Bundesanstalt Josef Krammer gerät zu einer unglaublichen politischen Farce. Soweit wir bis jetzt in Erfahrung bringen konnten, hat die designierte Leiterin weder einschlägige Arbeiten und Erfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene oder gar Leitungserfahrung in diesem Bereich vorzuweisen, noch hat sie sich durch ein spezifisches Wissen zur Agrar- und Regionalpolitik bisher einen Namen gemacht. Damit bleibt nur mehr die Vermutung, dass diese Besetzung des DirektorInnen-Postens dieser Forschungseinrichtung vorwiegend politisch begründet ist“, kritisiert Pirklhuber den ÖVP-Postenschacher.

„Bei allem Respekt, gerade im männerdominierten Agrarressort Leitungsfunktionen in erster Linie an Frauen zu vergeben, kann es nicht angehen, dass unter diesem Vorwand die Bundesanstalt für Bergbauernfragen, die bisher eine äußerst erfolgreiche, international anerkannte wissenschaftliche Arbeit geleistet hat, durch diese Art von politischer Nachbesetzung geschwächt wird“, argumentiert Pirklhuber. „Offenbar hat im Berlakovich-Ressort eine neue Ministerialbürokratie mit massiven Eigeninteressen das Ruder übernommen, denn anders lassen sich die letzten Entwicklungen nicht mehr erklären. Da werden kompetente MitarbeiterInnen in ihren Vortrags- und Publikationstätigkeiten extrem eingeschränkt und jetzt soll mit dieser Fehlbesetzung die ganze Bundesanstalt gefügig gemacht werden“, zeigt sich Pirklhuber fassungslos.

„Kreisky hat dieses Institut einst gegründet. Es ist unbegreiflich, dass die SPÖ als Regierungspartei bei diesem Treiben untätig zuschaut. Wir fordern eine sofortige Neuausschreibung des DirektorInnenpostens der Bundesanstalt für Bergbauernfragen und eine faire Beurteilung. Die/der best qualifizierte muss den Job bekommen
und nicht ein Günstling von ÖVP-Seilschaften“, so Pirklhuber. Die Grünen haben eine umfangreiche parlamentarische Anfrage dazu vorbereitet. Darin muss Minister Berlakovich Rede und Antwort stehen, welche Qualifikationen die designierte Leitung mitbringt, wie diese Fehlentscheidung zustande kam und ob er bereit ist, die Funktion neu auszuschreiben.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at


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