berlakovich_parlament_budget_landwirtschaft Wien (PK) – Die Debatte im Budgetausschuss ĂŒber das Landwirtschaftsbudget stand heute ĂŒberwiegend im Zeichen der schwierigen Situation der Milchbauern als Folge des Milchpreisverfalls.

Die Sprecher aller Fraktionen drĂŒckten ihre Besorgnis aus und sahen entsprechenden Handlungsbedarf beim Ministerium. So meinte etwa Abgeordneter Fritz Grillitsch (V), jetzt mĂŒssten rasch vernĂŒnftige und realisierbare Lösungen im Interesse der Milchbauern gefunden werden. Sofortige Abfederungen, um jenen Milchbauern zu helfen, die angesichts des Preisverfalls unter ExistenzĂ€ngsten leiden, forderte Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (S). Abgeordneter Gerhard Huber (B) plĂ€dierte fĂŒr die finanzielle UnterstĂŒtzung eines freiwilligen Lieferverzichts, wĂ€hrend Abgeordneter Wolfgang Pirklhuber (G) eine flexible Mengensteuerung vorschlug. Abgeordneter Harald Jannach (F) sparte in diesem Zusammenhang nicht mit Kritik an der EU, wobei er bemerkte, seit dem Beitritt habe jeder fĂŒnfte Bauer in Österreich zugesperrt.

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inwe_offenerbriefWien, Dienstag, 28. April 2009

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich!

Die Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen hat sich im Laufe der Zeit zu einer national und international höchst anerkannten wissenschaftlichen Einrichtung entwickelt, die heute zu vielen Fragen und Problemen strukturschwacher Regionen und des lĂ€ndlichen Raumes wissenschaftlich arbeitet. Auch fĂŒr unser Institut ist die Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen eine wichtige Kooperationspartnerin in Forschung und Lehre geworden. Die internationale Wahrnehmung und damit der Erfolg eines Forschungsinstituts wird -nicht ausschließlich, aber doch zu einem wesentlichen Teil-von der Reputation der mit der Leitungsfunktion betrauten Person bestimmt.

Wir waren daher ĂŒberrascht als wir erfuhren, dass Herr Dipl.-Ing. Dax nicht als neuer Leiter der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen vorgesehen ist. Diese Überraschung teilen wir mit anderen Fachkolleginnen und es ist anzunehmen, dass sich einige Wissenschafterinnen, die im Themenbereich lĂ€ndlicher Raum arbeiten, in Kenntnis der auf breiter Ebene akzeptierten und hoch qualifizierten wissenschaftlichen Arbeit von Thomas Dax nicht beworben hatten.

Angesichts der wichtigen öffentlichen Rolle der Bundesanstalt im Wissenssystem „Iandlicher Raum“ mĂŒssen wir uns als fachnahe Kolleginnen fragen, ob bei der Besetzung der Leitungsfunktion den Kriterien der wissenschaftlichen Qualifikation in Bezug auf die Forschungsbereiche der Bundesanstalt ausreichend Rechnung getragen wurde. Alles andere wĂŒrde innerhalb der „scientific community“ eindeutig eine SchwĂ€chung dieser Institution bedeuten und dem politisch deklarierten Ziel widersprechen, den Forschungsstandort Österreich zu stĂ€rken.

Mit besten GrĂŒĂŸen
o. Univ. Prof. Mag. Dr. Markus F. Hofreilher
Priv.Doz. DI Dr. Erwin Schmid
Ao. Univ. Prof. DI Dr. Stefan Vogel

inwe_brief

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neuhold_offenerbriefSehr geehrter Herr Bundesminister Dipl. Ing. Berlakovich!

„Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr“ ist der Titel eines Werks von Elfriede Jelinek, den ich mir fĂŒr mein Bild entliehen habe, das im Sitzungssaal der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen hĂ€ngt. Elfriede Jelineks vielschichtiger Text ist eine bitterböse Analyse der Macht- und BesitzverhĂ€ltnisse in den tiefen, dunklen (obersteirischen) WĂ€ldern, der mystischen VerklĂ€rung einer heilen Natur und der von diesen VerhĂ€ltnissen geprĂ€gten Menschen.

Nur durch Analyse der MachtverhĂ€ltnisse und der VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber die natĂŒrlichen Ressourcen ist es möglich, zu erkennen, was Wildnis und wann Schutz vor ihr notwendig ist.
In diesem Sinn ersuche ich Sie, Qualifikation, Erfahrung und wissenschaftliche Reputation als zentrale Kriterien fĂŒr die Neubesetzung der Leitung der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen zu erachten, damit die engagierten MitarbeiterInnen mit ihren hochqualifizierten, kritischen regional- und agrarpolitischen Analysen auch in Zukunft dabei mithelfen können, „wilde“ VerhĂ€ltnisse zu durchschauen und zu verĂ€ndern und die schĂŒtzenswerte Wildnis zu schĂŒtzen.

Hochachtungsvoll
Kurt  Neuhold

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Mai

5

ORF2 Report: Bauernopfer

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

gesendet am 5.Mai 2009 um 21.06 auf ORF2:

In ganz Europa gehen Milchbauern fĂŒr höhere Milchpreise auf die Straße. Auch ihren Kollegen geht’s nicht besser. Die Ackerbauern klagen ĂŒber sinkende Preise bei Raps, Mais oder Weizen. Wer will in diesen Zeiten eigentlich noch Bauer werden? Wie steht es um den Bauernstand in Österreich?

Unter anderen kam auch auch „Dr. Josef Krammer – Politologe, Bergbauer“ zu Wort.



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dlz_maiausgabeMit einem offenen Brief an Agrarminister Nikolaus Berlakovich reagierte der ehemalige Leiter der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen auf die vor Ostern bekannt gewordene Nachfolgerin des Leitungspostens: „Wer zu skandalösen Vorkommnissen schweigt, stimmt zu. Und ich bin fĂŒr eine direkte Benennung der Vorkommnisse und VerhĂ€ltnisse bekannt und so bezeichne ich die Bestellung der Leiterin einfach als Skandal „, heißt es im Schreiben. Krammer sei deshalb so sauer, da die designierte Leiterin seines Wissens ĂŒber keine der in der Ausschreibung geforderten Fertigkeiten und FĂ€higkeiten zur Leitung einer agrar-und regional-wissenschaftlichen Bundesanstalt verfĂŒgt, d. h. sie besitze keine Leitungserfahrung, keine spezifischen wirtschaftlichen Kenntnisse und keine ausreichende wissenschaftliche Qualifikation. Das Einzige, das sie wissenschaftlich vorzuweisen hĂ€tte, sei ihre Diplomarbeit auf dem Gebiet der Stadtforschung. Sie besitze keine Erfahrung in agrarökonomischer Forschung und wahrscheinlich kenne sie die sozialen und ökonomischen Probleme der BergbĂ€uerinnen und Bergbauern aus den ErzĂ€hlungen ihrer Großeltern.

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logo-ig-milchDie europĂ€ischen Milcherzeuger fordern die Politik auf, mit ihnen gemeinsam an einem Zukunftskonzept fĂŒr die Milch in Europa zu arbeiten. Dass es gewisse regulierende Rahmenbedingungen braucht, hat man in anderen Branchen (Bsp. Fischereiquoten, Zuckerproduktion oder auch der Energiesektor) lĂ€ngst verstanden. Damit der Markt so funktioniert, dass der Milchpreis sowohl fĂŒr Verbraucher als auch fĂŒr die Produzenten fair ist, braucht es eine flexible Mengenregelung.

„Eine flexible Mengenregulierung fĂŒr faire Milchpreise“

FĂŒr diese Lösung demonstrierten am 29. April 2009 mehr als 1.500 BĂ€uerInnen in Wien
zeitgleich  mit vielen anderen Milcherzeuger in ganz Europa.

www.ig-milch.at

 


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Sehr geehrter Herr Minister Berlakovich,

Ich habe von den Diskussionen um die Neubesetzung der Leitung der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen gehört und kann nicht umhin Ihnen meine Meinung dazu mitzuteilen.

Ich kenne die Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen seit vielen Jahren, bereits bevor ich an der UniversitĂ€t Innsbruck tĂ€tig wurde, aus der Zeit, als ich in der Landwirtschaftskammer Tirol beschĂ€ftigt war. Ich hatte immer den Eindruck, dass von dort fachlich fundierte Analysen zu agrarpolitischen und agrarsoziologischen Grundsatzfragen ausgearbeitet
wurden. Im Rahmen meiner wissenschaftlichen TÀtigkeit an der UniversitÀt Innsbruck hatte ich Gelegenheit an internationalen Projekten (in den EU-Rahmenprogrammen) teilzunehmen. Dabei ist mir aufgefallen, dass im
Bereich der agrarsoziologischen und agrarpolitischen Kompetenz die Bundesanstalt noch vor den relevanten Instituten an der UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur einen hervorragenden Ruf genießt.

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fatzi_bm_briefSehr geehrter Herr Bundesminister Berlakovich!

Als Referentin im GrĂŒnen Parlamentsklub fĂŒr den Bereich Landwirtschaft habe ich bereits einige Landwirtschaftsminister erlebt: BM Fischler, BM Molterer, BM Pröll und jetzt auch Sie. Aus dem grĂŒnen Lager ist zwar oft Kritik an der ÖVP-Agrarpolitik gekommen. Persönlich ist es mir nie schwer gefallen, auch die QualitĂ€ten der ÖVP-Bundesminister zu erkennen und zu schĂ€tzen. An Ihrem VorgĂ€nger BM Pröll habe ich z.B. geschĂ€tzt, dass er den Anschlag seines VorgĂ€ngers BM Molterer auf die Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen, diese auszugliedern und willkĂŒrlich mit anderen zusammenzulegen, abgewehrt und damit der Bundesanstalt die Chance gegeben hat, in allseits bekannter QualitĂ€t weiter zu arbeiten. Offenbar war BM Pröll stark genug, um sich ein unabhĂ€ngiges Institut „leisten zu können“.

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Filled Under: Offene Briefe

Sehr geehrter Herr Bundesminister !

Nach den Arbeiten am Hof und dem Abendmahl muss ich mich aus Verantwortung zum Computer setzen.

Zuerst eine EinfĂŒhrung: Ich bin jener Heinrich Wohlmeyer, der verlacht, das erste GrĂŒne Energieprogramm fĂŒr Österreich entworfen und die Vision fĂŒr das nun gelobte GĂŒssinger Energiemodell initiiert hat.

Ich habe auch erlebt, wie seitens dieses Ressorts der Aufbau einer Agrarstrategie gemĂ€ĂŸ den Erfordernissen einer optimalen ErnĂ€hrung und der langfristig zu erwartenden Gegebenheiten niedergemacht wurde, dasselbe galt fĂŒr eine sich auf den vorderen Orient und Italien konzentrierende Milchexportstrategie. Die aktuellen Interessen gaben den Ton an. Der RĂŒckblick aus der Zukunft wurde als „Angstmacherei“ abgelehnt.

Das AbwĂŒrgen einer vorausschauenden Biosprit (Ich habe diesen Namen kreiert)- und Ölsaatenstrategie schloss sich an, und die „letzte Verhinderungskrone“ war das Niedermachen eines Projektes zur zukunftsweisenden Definierung, Konkretisierung und Quantifizierung der GrĂŒnen Dienste, sowie einer alle Leistungspotentiale der Land- und Forstwirtschaft in ihrer Konkurrenz umfassenden FlĂ€chenbilanz fĂŒr Österreich.

Auch im Bereich der Personalia habe ich einiges erlebt, das dem Prinzip der Gemeinwohlverpflichtung widerspricht.


Was ich nun aber bezĂŒglich der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen vernehme, ist zukunftskriminell (Ich stelle mich bezĂŒglich dieses Ausdruckes gerne einer Klage.).
Da wird ĂŒber eine nicht sachentsprechende Besetzung, die zukunftsweisende Strategie des Aufbaues eines EuropĂ€ischen Zentrums fĂŒr Berggebietsfragen glatt konterkariert, obwohl der Unbedarfteste wissen muss, dass in den kommenden Zeiten knapper Mittel ein gebirgiges Land wie Österreich solches dringendst und unter bester fachlicher Leitung nötig hat.
Dazu kommt noch, dass in der Person des ĂŒbergangenen Dipl.-Ing. Thomas Dax ein loyaler, ruhiger und aus der Parteipolitik sich heraushaltender Mitarbeiter des Ressorts in die innere Emigration geschickt wird.

Ich wĂŒrde daher an Ihrer Stelle die Stelle neu und unter objektiver Beurteilung ausschreiben.
Ich kann Ihnen höchsten zugute halten, dass Sie mit Berggebietsfragen zu wenig vertraut sind – aber das entschuldigt nicht.
So weit es an mir liegt, werde ich in meiner VortragstĂ€tigkeit auf die ZukunftskriminalitĂ€t Ihrer Vorgangsweise hinweisen mĂŒssen, falls ich keine zufriedenstellende Antwort bekomme.
Auch glaube ich, dass solche Vorgangsweisen keinen Segen bringen.
Daher kann ich leider keine „Gesegneten Ostern“ wĂŒnschen (Wir haben auf unserem Haus eine Auferstehung.), sondern Sie dem Sonntag der Barmherzigkeit (Kleiner Ostersonntag) empfehlen.

Ihr
Dr. Heinrich Wohlmeyer
KR ÖR Hon.Prof. Dipl.-Ing.agr.
Dirndlhof, Marktlerstrasse 13
3180 Lilienfeld

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Sehr geehrter Herr Bundesminister Dipl. Ing. Berlakovich!

Ich habe von der Neubesetzung der Leitung der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen erfahren. Bei der Entscheidung der Begutachtungskommission muss es sich um einen Irrtum handeln, schließlich besitzt die gleichgereihte Bewerberin ganz offensichtlich weder die erforderliche wissenschaftliche Qualifikation und noch entsprechende Leitungserfahrung im Verwaltungsbereich.

Die Arbeit der Bundesanstalt ist von außerordentlicher Bedeutung fĂŒr die agrarische und regionalpolitische Entwicklung in Österreich. Die fachlich höchst qualifzierten MitarbeiterInnen haben sich eine Leitung verdient, welche dem Ansehen der Anstalt in der wissenschaftlichen Gemeinschaft entspricht. Eine derart offensichtliche Fehlbesetzung, wie sie nun in Aussicht steht, wĂ€re dem ausgezeichneten internationalen Ruf der Bundesanstalt sehr abtrĂ€glich.

Ich ersuche Sie daher, die Entscheidung durch eine Expertenkommission ĂŒberprĂŒfen zu lassen und die Neubesetzung auf Basis eines fairen und objektiven Verfahrens durchzufĂŒhren.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Christoph Sykora

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wochenblattSeit Wochen sorgte der Streit zwischen Bildungsministcrin Claudia Schmied und der Lehrergewerkschaft fĂŒr mediale Schlagzeilen. Diese bedauerliche Auseinandersetzung war, unabhĂ€ngig des noch knapp vor der Budgetrede von Josef Pröll am 21. April erzielten Kompromisses ein Musterbeispiel dafĂŒr, wie ein Regierungsmitglied einen wichtigen Berufsstand dem Spott der Öffentlichkeit und der Stammtischrunden in den GaststĂ€tten in unverantwortlicher Weise auslieferte. Politik und BĂŒrokratie sind immer ein Spannungsfeld, das Diskussionen provoziert.

Vielfach wird dabei vergessen, dass die Beamten und Beamtinnen ihren Diensteid fĂŒr das Wohl der Republik und fĂŒr die Einhaltung und den korrekten Vollzug der Gesetze, unbeschadet ihrer persönlichen politischen EinsteUung, ablegen. Politische VerantwortungstrĂ€ger haben gerade deshalb die Aufgabe, die ihnen anvertrauten Menschen nicht nur zu fordern, sondern auch zu fördern.

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wochenblattUnter diesem Titel wurde die Presseaussendung der ARGE Österr. BĂ€uerinnen im BLW abgedruckt. Den vollstĂ€ndigen Text finden Sie  hier.

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datum_fast_alle_lieben_nikiDer neue Umweltminister hat viele Fans, besonders in seiner Heimat. Seine erste wichtige Personalentscheidung sorgt aber fĂŒr Unmut. Und das Klima lĂ€sst sich durch Beliebtheit auch nicht retten.

Text: Nikolaus Jilch
Fotografie: Jacqueline Godany
Mitarbeit: Moritz Gottsauner-Wolf


Scan des Artikels aus datum05_09

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jaeckleSehr geehrter Herr Bundesminister Dipl. Ing. Nikolaus Berlakovich,

mein Freund Franz Rohrmoser hat mich mit seinem offenen Brief auf die Entwicklung an Ihrer Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen aufmerksam gemacht. Seinen offenen Brief möchte ich aus der Sicht der Schwarzwaldbauern voll unterstĂŒtzen und mit einigen Anmerkungen ergĂ€nzen.

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rohrmoserBetreff: Offener Brief zur Nachbesetzung der Leitungsfunktion der BA fĂŒr Bergbauernfragen.

Ungelöster Konflikt zwischen Innovation und bestehendem Agrarsystem.


Sehr geehrter Herr Minister Dipl. Ing. Berlakovich!

Die mittlerweile 30-jĂ€hrige Geschichte der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen ist seit ihrem Beginn begleitet von einem ungelöstem Konflikt: Die innovative und oft unbequeme Arbeitsweise der Anstalt ist vielen beharrenden Vertretern im Agrarsystem sozusagen ein „Dorn im Auge“. Wird nun, Herr Minister, von Ihnen der sensible Punkt der Nachbesetzung der Leitungsfunktion in der Bundesanstalt dazu benutzt, um diese unbequeme, aber sehr produktive Gruppe von Querdenkern/innen zum Einlenken und zum Schweigen zu bringen?

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GrĂŒne: „Frau sein zu wenig Programm“ – Österreichische BĂ€uerinnen stehen hinter Wahl Desiree Ehlers‘ gemĂ€ĂŸ Gleichbehandlungsgesetz

diestandardWien – Auf teils heftigen Widerstand in Agrarkreisen sorgte dieser Tage die Bestellung von Desiree Ehlers zur neuen Leiterin der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen. Die Opposition ortet politischen Postenschacher und fordert eine Neuausschreibung des Jobs. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (V) verteidigt die Bestellung von Ehlers und verweist auf ein korrektes Ausschreibungsverfahren.

Ehlers als Frau vorrangig bestellt

Der bisherige Leiter der Bundesanstalt, Josef Krammer, ist seit 1. Dezember 2007 in Pension. Bei der Ausschreibung hĂ€tten sich eine Bewerberin (Ehlers, Anm.) und ein Bewerber (der ehemalige Stellvertreter von Krammer und aktuelle interimistische Leiter, Thomas Dax) gleichermaßen als qualifiziert erwiesen. GemĂ€ĂŸ Gleichbehandlungsgesetz seien Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete mĂ€nnliche Mitbewerber, vorrangig zu bestellen. Dies sei dem Minister auch von der Besetzungskommission empfohlen worden, bekrĂ€ftigte Berlakovich und sprach sich gegen eine Neuausschreibung aus. Die GrĂŒnen sehen durch die Bestellung von Ehlers aber den Ruf der Bundesanstalt gefĂ€hrdet.

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Utl.: Offensichtliches Unrecht darf aber nicht mit dem MĂ€ntelchen „Gleichbehandlung“ zugedeckt werden

rest_hinterseer_leitungsfunktionenWien (OTS) – „Seit Jahren fordern wir, dass gerade im MĂ€nner dominierten Agrarbereich mehr Frauen in Leitungspositionen kommen. Es gilt die Regel, dass bei gleicher Qualifikation Frauen der Vorzug zu geben ist. Bei der Bestellung der Leiterin der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen wurde aber diese wichtige Voraussetzung außer Acht gelassen und eine Bewerberin genommen, die nicht annĂ€hernd die fachlichen und wissenschaftlichen Qualifikationen ihres mĂ€nnlichen Mitbewerbers vorweisen kann“, erklĂ€rt Heidi Rest-Hinterseer von den GrĂŒnen BĂ€uerinnen und Bauern zur heutigen Aussendung der ÖVP-BundesbĂ€uerin Höllerer, die die Neubestellung Ehlers zur Leiterin der BA fĂŒr Bergbauernfragen begrĂŒĂŸt.

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Liebe KollegInnen,

anbei bringe ich euch den offenen Brief der Belegschaft der Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen an BM Berlakovich bezĂŒglich der Nachbesetzung der Leitungsfunktion im FSG Bereich zur Kenntnis.

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Die bösen Bergbauern

Von Andreas Unterberger

unterberger_boese_bergbauern„Frau sein ist zu wenig Programm.“ Wenn es um die Leitung der offenbar wichtigen – dem Autor aber leider unbekannten – „Bundesanstalt fĂŒr Bergbauernfragen“ geht, ist mit harten Worten zu rechnen. Lieben doch Bergbauern kantig-konservativen Klartext. Jedoch: Dieses Zitat stammt – von den GrĂŒnen. Sind die gar dabei, ihre fanatisch-feministische Line aufzugeben? Oder sagt dort einfach jeder, was ihm einfĂ€llt? Warten wir’s ab.

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Bitte um Schluss mit steirischer Lustigkeit! Denn wenn der Alt-Eishockeyspieler Franz Voves nun schon Geiselnahmen (durch „Kleine Leute“) als „zu Recht“ bezeichnet, ist das schlimmer als ein Bodycheck. Und mĂŒsste den auf die Verfassung vereidigten Mann eigentlich auf die Strafbank bringen.

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Wenn sich die „Zeit im Bild“ kritisch und ausfĂŒhrlich mit Veranlagungen des Landes Niederösterreich befasst, ist das journalistisch absolut in Ordnung. Solche Berichte degenerieren aber zum plumpen Denunziations-Spiel im mörderischen Kampf um den ORF, wenn dieser kein Wort ĂŒber die ebenfalls riskanten Finanztransaktionen durch Institutionen des Landes Wien verliert.

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Trotz solcher Berichte fahren die Steuerzahler ĂŒbrigens langfristig besser, wenn die BundeslĂ€nder Gelder gewinnbringend anlegen, statt sie zu vergraben. Das empfiehlt ĂŒbrigens auch schon die Bibel. Dennoch werden Politiker nach der Krise wohl aus lauter Angst vor dem damit unweigerlich verbundenen Risiko auf jede Veranlagung von Geld verzichten. Um nur ja nicht von Opposition oder Medien der „Spekulation“ geziehen zu werden.

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Bei allem Bekenntnis zum Risiko: Wer sich gleich zweimal hintereinander auf Ă€hnliche Weise arg verspekuliert, muss sich arge UnfĂ€higkeit vorhalten lassen. Dieser Vorwurf dĂŒrfte aufgrund etlicher Vorzeichen die Bawag treffen, die kommende Woche ihre Bilanz veröffentlichen muss. Dabei muss sich zeigen, ob sie ihr Geld wirklich in weit höherem Ausmaß als die gesamte Konkurrenz in toxischen Papieren angelegt hat. Also in Papieren aus den USA (von wo aus uns gerade ein ebenso eitler wie linker Ökonom namens Krugman ohne viel Sachkenntnis den Staatsbankrott prophezeit).

Printausgabe vom Freitag, 17. April 2009


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hubmannSehr geehrter Herr Bundesminister !

Als langjĂ€hriges Mitglied der  Kommission nach § 7 LWG nehme ich naturgemĂ€ĂŸ Anteil an der Entwicklung der Agrarstatistik und der agrarsozialen Forschung in Österreich.

Aus mehreren Aussendungen und Medienberichte habe ich erfahren, dass die Entscheidung ĂŒber die Neubesetzung der Leitungsfunktion in der BA fĂŒr Bergbauernfragen großen Unmut auslöst.

Ich schicke voraus: Der Bewerber Thomas Dax ist mir wegen unserer gemeinsamen langjĂ€hrigen TĂ€tigkeit in der §7 Kommission und von VortrĂ€gen und Publikationen gut bekannt. Um die nunmehr bestellte Kollegin Desiree Ehlers kennenzulernen musste ich auf Suchmaschinen zurĂŒckgreifen.

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