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DLZ: Riesenwirbel um Nachbesetzung

dlz_maiausgabeMit einem offenen Brief an Agrarminister Nikolaus Berlakovich reagierte der ehemalige Leiter der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen auf die vor Ostern bekannt gewordene Nachfolgerin des Leitungspostens: „Wer zu skandal√∂sen Vorkommnissen schweigt, stimmt zu. Und ich bin f√ľr eine direkte Benennung der Vorkommnisse und Verh√§ltnisse bekannt und so bezeichne ich die Bestellung der Leiterin einfach als Skandal „, hei√üt es im Schreiben. Krammer sei deshalb so sauer, da die designierte Leiterin seines Wissens √ľber keine der in der Ausschreibung geforderten Fertigkeiten und F√§higkeiten zur Leitung einer agrar-und regional-wissenschaftlichen Bundesanstalt verf√ľgt, d. h. sie besitze keine Leitungserfahrung, keine spezifischen wirtschaftlichen Kenntnisse und keine ausreichende wissenschaftliche Qualifikation. Das Einzige, das sie wissenschaftlich vorzuweisen h√§tte, sei ihre Diplomarbeit auf dem Gebiet der Stadtforschung. Sie besitze keine Erfahrung in agrar√∂konomischer Forschung und wahrscheinlich kenne sie die sozialen und √∂konomischen Probleme der Bergb√§uerinnen und Bergbauern aus den Erz√§hlungen ihrer Gro√üeltern.

Das √úbergehen von Krammers Stellvertreter Thomas Dax bei der Bestellung der Leitungsfunktion sei zu dem ein demotivierendes Signal f√ľr alle hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gesamten BMLFUW. Daher fordert Krammer eine sofortige Neuausschreibung. Laut BMLFUW w√§re man wegen der Gleichwertigkeit der Qualifikationen der Bewerberin mit einem anderen Bewerber gezwungen gewesen, diese aufgrund des Gleichbehandlungsgesetzes und der gesetzlich normierten Frauenf√∂rderung zu nehmen. Auf den Protest angesprochen, gab die vorl√§ufig Obsiegende gegen√ľber dem dlz agrarmagazin an, dass sie sich erst mit den Kommissionsmitgliedern beraten wolle, ob sie den Job annehme. -sp-

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One Response to “DLZ: Riesenwirbel um Nachbesetzung”

  1. Gerhard Hovorka Says:

    Anmerkung von Gerhard Hovorka, Personalvertretung der BA f√ľr Bergbauernfragen:

    Beim Lesen des letzten Satzes des Artikels, in dem Fr. Ehlers zitiert wird hat sich uns eine Frage aufgedrängt.
    Die Frage die sich uns stellt:

    Hat vielleicht auch schon vor dem Hearing eine Beratung der Kandidatin stattgefunden?
    (denn wie sonst kommt sie auf die Idee, nochmals mit Kommissionsmitgliedern zu reden, wo doch in dieser Phase längst der Minister bzw. der Sektionschef zuständig sind).
    Es wäre es wert, diese Frage beantwortet zu kriegen.

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