Mai

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BABF: Solidaritätserklärung mit Dr. Josef Krammer

babf_solodarischDie Belegschaft der Bundesanstalt für Bergbauernfragen erklärt sich mit dem ehemaligen Leiter der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Dr. Josef Krammer, solidarisch und weist die Androhung eines Strafverfahrens aufs Schärfste zurück.

Das Präsidium des BMLFUW hat auf einen offenen Brief unseres ehemaligen Leiters Dr. Josef Krammer mit Androhung der Einleitung eines Strafverfahrens bei der zuständigen Staatsanwaltschaft, reagiert: (Zitat) „Die von Herrn Krammer  über die neue Leiterin der BA für Bergbauernfragen getroffenen Feststellungen sind unrichtig und zutiefst menschenverachtend, sodass erwogen wird, diesbezüglich bei der zuständigen Staatsanwaltschaft hinsichtlich der strafrechtlichen Relevanz ein Verfahren einzuleiten.“ (Zitatende)

Wir weisen diese Inhalte und die Androhung eines Strafverfahrens gegenüber Dr. Josef Krammer auf das Schärfste zurück und verlangen von allen Verantwortlichen Offenheit und Transparenz in allen Angelegenheiten betreffend der Bestellung der Leitung der BA für Bergbauernfragen.

Wir stellen fest, dass Dr. Josef Krammer kein Unrecht begangen hat bzw. weisen im Gegenteil sogar darauf hin, dass ein ehemaliger Leiter einer Bundesanstalt, wenn ein derart offensichtlicher Irrtum in der Beurteilung der Qualifikation der BewerberInnen für seine Nachfolge vorliegt, das Recht und die Pflicht hat, diesen Irrtum öffentlich zu machen. Nichts anderes hat Dr. Josef Krammer in diesem Zusammenhang getan und dafür verdient er unseren Respekt und unsere Anerkennung.

Die gegenständliche Strafandrohung durch das Präsidium des BMLFUW ist in jeder Hinsicht ungerechtfertigt und unverhältnismäßig. Diese Drohung kann nur als Einschüchterungsversuch interpretiert werden.

Wir fordern ein sofortiges Zurückziehen dieser Androhung eines Strafverfahrens und erklären uns voll solidarisch mit unserem ehemaligen Leiter Dr. Josef Krammer.

Wir ersuchen Bundesminister Dipl. Ing. Berlakovich nochmals, angesichts der vorliegenden ungerechtfertigten Strafandrohung und der offensichtlichen Fehlbeurteilung der Qualifikation der BewerberInnen für die wissenschaftliche Leitung der BA für Bergbauernfragen sich für Transparenz und Offenheit zu entscheiden, eine neue Begutachtungskommission einzusetzen und die designierte Bestellung der Leitung der BA für Bergbauernfragen nicht durchzuführen.

Weitere Informationen und Unterstützungsbriefe auf:
www.bergphoenix.at

Gerhard Hovorka
(für die Belegschaft der Bundesanstalt für Bergbauernfragen)


5 Responses to “BABF: Solidaritätserklärung mit Dr. Josef Krammer”

  1. Alois Posch Says:

    Die Androhung eines Strafverfahrens ist aus meiner Sicht unverständlich, denn alles was ich dazu gelesen habe, hatte nie zum Inhalt, dass die designierte Leiterin unfähig wäre. Wenn man die fachliche Qualifikation von Thomas Dax (er ist international anerkannter Experte mit vielen wissenschaftlichen Arbeiten) und seine Managementfähigkeiten betrachtet (immerhin hat er lange das Institut in Abwesenheit gut geleitet und auch Managementausbildungen genossen), dann kann man der Meinung sein, dass er für den Leiterposten dieses Instituts besser geeignet ist. Die designierte Leiterin wird sicher ihre Qualitäten haben, die Erfahrung von Thomas Dax bezüglich der Leiterfuntion hat sie nicht. Eine Prüfung vor Gericht über die Aussagen über die Qualifikation der beiden Bewerber würde ein objektives Urteil darüber abgeben; ich kann mir kein Prüfungsergebnis vorstellen, dass die Aussagen „unrichtig und zutiefst menschenverachtend“ gewesen seien.
    Alois Posch

  2. Harald Walser Says:

    Es ist ein deutliches Zeichen für die Missachtung einer demokratischen politischen Kultur, dass man versucht, berechtigte Kritik zu unterbinden und Kritiker mundtot zu machen. Meine volle Solidarität und Unterstützung gilt Herrn Dr. Kramer. Gleichzeitig möchte ich Danke sagen für die tolle Arbeit, die der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in der Vergangenheit geleistet worden ist.
    Dr. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen

  3. Elisabeth Gschaider Says:

    Ich erkläre mich mit der Belegschaft der Bundesanstalt für Bergbauernfragen solidarisch. Auf der TU Wien habe ich erlebt, wie korrupt Nachbesetzungen im Bundesamt laufen können. Deshalb finde ich die Forderung von Hrn. Dr. Josef Kramer nach einer unabhängigen (!) aber qualitativ entscheidungswürdigen Jury als absolut notwendig.
    solidarische Grüße,
    Elisabeth Gschaider

  4. Walter WOLF Says:

    Der excellente internationale Ruf der Anstalt sollte nicht durch Parteipolitik auf’s Spiel gesetzt werden.

  5. Rainer Wimmer Says:

    Meinungsfreiheit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Und Kritik gehört dazu. Ich unterstütze daher die Solidaritätserklärung der Belegschaft der Bundesanstalt für Bergbauernfragen. Die Androhung eines Strafverfahrens gegen den ehemaligen Leiter, Dr. Josef Krammer, ist entschieden zurückzuweisen.

    Mit solidarischen Grüßen,
    Rainer Wimmer, gf. Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung

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