topagrar_ehlerleiterinD√©sir√©e Ehlers wurde gestern zur neuen Leiterin der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen bestellt, wie Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich mitteilte. “Frau Ehlers hat sich im Bewerbungsverfahren als kompetent, engagiert und geeignet bew√§hrt”, so der Minister. Das sehen aber l√§ngst nicht alle so.

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder heftige Proteste aus Agrarkreisen gegen die Besetzung der Position durch Ehlers gegeben. Unter anderem hatte der ehemalige Leiter der Bundesanstalt, Josef Krammer, der die Organisation seit 1984 aufgebaut hatte, in einem offenen Brief an Berlakovich die Bestellung der Leiterin  als Skandal bezeichnet. Sie besitze nicht die geforderten Fertigkeiten und Fähigkeiten zur Leitung einer agrar- und regionalwissenschaftlichen Bundesanstalt, so Krammer.

Die Aussagen Krammers brachten ihm eine Anzeige durch die zust√§ndige Staatsanwaltschaft ein. Eingeleitet hatte dieses Strafverfahren das Pr√§sidium des Landwirtschaftsressorts im Ministerium. Erst im letzten Agrarausschuss des Parlamentes am 19. Mai ersuchte deshalb der Abgeordnete Josef Muchitsch (SP√Ė) den Landwirtschaftsminister, “die Anzeige gegen einen renommierten Hofrat im Zuge der Diskussion um die Leitungsbesetzung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauern zur√ľckzuziehen”.

Auch von vielen anderen Personen kamen Prostestschreiben an den Minister. Erst gestern ver√∂ffentlichten 14 als renommiert geltende Professoren eine Solidarit√§tserkl√§rung f√ľr das Institut f√ľr Bergbauernfragen. Darin protestieren sie u.a. dagegen, dass durch die vorgesehene Nachbesetzung der Leitungsfunktion die QualitaŐąt und Effizienz der Arbeit und die Reputation dieser national und international anerkannten Forschungseinrichtung gefaŐąhrdet sei. Es deute einiges darauf hin, dass bei der Auswahl der neuen Leitung andere Kriterien als die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber/innen eine zentrale Rolle gespielt haben. Und die Unterzeichneten erwarten vom Bundesminister fuŐąr BMLFUW, dass die erfolgte Entscheidung ruŐąckgaŐąngig gemacht werde und bei einem neuerlichen Auswahlverfahren die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber/innen¬† und ihre bisherigen Leitungs‚ÄźErfahrungen den Ausschlag geben sollten.

F√ľr den genauen Wortlaut klicken Sie auf die Solidarit√§tserkl√§rung

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glawi_neuSehr geehrter Herr Dr. Hovorka! Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen!

Vielen Dank f√ľr Ihr Schreiben und die Zusendung der Solidarit√§tserkl√§rung namhafter Wissenschaftlerinnen in Angelegenheit der Neubesetzung der wissenschaftlichen Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen.

Ich erlaube mir, Ihr Schreiben, das Sie an alle Abgeordneten unserer Fraktion gesendet haben, stellvertretend f√ľr die gr√ľnen Abgeordneten zu beantworten. Soweit ich informiert bin, hat sich unser Landwirtschaftssprecher, mein Kollege Abg. z. NR Dr. Wolfgang Pirklhuber massiv daf√ľr eingesetzt, dass die Besetzung der neuen Leitungsfunktion nicht dazu missbraucht wird, das Institut unter das parteipolitische KurateIl der √ĖVP-Agrarpolitik zu stellen. Inzwischen ist leider schon klar geworden, dass Bundesminister Nikolaus Berlakovich der Fehlentscheidung des Bewertungskomitees gefolgt ist und dieses Vorhaben tats√§chlich umsetzen wird. Wir sehen durch diese parteipolitisch motivierte Neubestellung tats√§chlich die Qualit√§t der Arbeit und die Reputation dieser anerkannten Forschungseinrichtung gef√§hrdet.

Dass so viele prominente Wissenschaftlerinnen auf Ihrer Seite stehen, beweist einmal mehr, welcher Zynismus sich hinter dieser “Gleichstellungspolitik” der √ĖVP verbirgt. Wir erkl√§ren uns mit Ihrem Anliegen solidarisch und werden alles daran setzen, damit diese renommierte Bundesanstalt wie bisher unabh√§ngig arbeiten kann.

Bitte halten Sie uns weiterhin auf dem Laufenden. Die letzte letzte Aussendung von Pirklhuber lege ich bei, ebenso √ľbermittle ich Ihnen den Link zu Anfragen, die wir im Sinne Ihres Anliegens schon eingebracht haben. Ich gehe jedoch davon aus, dass Sie ohnehin √ľber unsere Aktivit√§ten informiert sind.

Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister f√ľr Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/J/J_01686/imfname_1557 40.pdf

Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister f√ľr Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend unbegr√ľndeter Untersagung von Vortragst√§tigkeiten eines Mitarbeiters der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen zu Themen der Agro-Gentechnik http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/J/J_01445/imfname_153794. pdf

Mit gr√∂√üter Wertsch√§tzung Ihrer Arbeit und den besten W√ľnschen verbleibe ich mit freundlichen Gr√ľ√üen

Eva Glawischnig

20090529115223120

Dr. Josef Krammer                                                                       Osterwitz, am 27.5.2009

Osterwitz 45

A-8530 Deutschlandsberg

Betr.: Bestellung der Leiterin der BA f√ľr Bergbauernfragen – 3. Offener Brief


Herrn

Bundesminister

Dipl. Ing. Nikolaus Berlakovich

BMLFUW

Stubenring 1

A-1010 Wien


Sehr geehrter Herr Bundesminister Dipl. Ing. Berlakovich!

p1020603-eSie haben heute die Leiterin der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen trotz zahlreicher begr√ľndeter Proteste, Einw√§nde und Ersuchen bestellt. Mehr als 20 Professorinnen und Professoren der Universit√§ten Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und Budapest, sowie der Universit√§t f√ľr Bodenkultur und zahlreiche weitere Wissenschafterinnen und Wissenschafter, K√ľnstler und K√ľnstlerinnen, Politikerinnen und Politiker von sehr verschiedenen politischen Parteien (auch aus Ihrer eigenen Partei), hohe EU-Verwaltungsbeamte sowie B√§uerinnen und Bauern haben Sie ersucht, das Auswahlverfahren √ľberpr√ľfen zu lassen, da der Unterschied in der Qualifikation der Bewerberin und des Bewerbers f√ľr jedermann und jedefrau einfach zu gro√ü war.

Ich kenne nicht die Gr√ľnde, warum Sie diesem Ersuchen nicht nachgekommen sind. Es w√§re¬† Ihnen sicher nicht als Schw√§che sondern als St√§rke ausgelegt worden. Somit haben Sie heute, aus meiner Sicht, an der eklatanten Fehlbeurteilung der Begutachtungskommission, die ganz offensichtlich nicht qualifiziert genug war, um die Auswahl einer/eines wissenschaftlichen Leiterin/Leiters beurteilen zu k√∂nnen, festgehalten und Sie tragen somit f√ľr diese Bestellung der Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen die alleinige Verantwortung.

Sie haben mit dieser Entscheidung nicht nur einen hoch motivierten, engagierten, loyalen und √ľberaus erfolgreichen Wissenschafter, der wesentlich zur gro√üen Reputation und zum wirtschaftlichen Erfolg der BA f√ľr Bergbauernfragen beigetragen hat, demotiviert und, ich sage es bewusst, auch wenn sie nochmals gegen mich Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft einreichen bzw. einreichen lassen, gedem√ľtigt und seinen enormen Einsatz f√ľr die Bundesanstalt verh√∂hnt. Herrn Dipl. Ing. Thomas Dax ist es n√§mlich in nur eineinhalb Jahren seiner interimistischen Leitung der Bundesanstalt gelungen, die R√ľcklagen von 500.000.- ‚ā¨, zum Zeitpunkt meiner Pensionierung, auf 750.000.- ‚ā¨, bei j√§hrlichen Gesamtausgaben der BA f√ľr Bergbauernfragen von rund 900.000.- ‚ā¨, vor allem durch EU-Forschungsauftragsprojekte, zu erh√∂hen. In Zeiten der wirtschaftlichen Krise auf die¬† Motivation solcher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verzichten, ist politisch str√§flich. Es ist durchaus m√∂glich, dass Ihre heutige Bestellung der Leitung der BA f√ľr Bergbauernfragen in einigen Jahren ein Fall f√ľr den Rechnungshof wird.

H√§tten sie doch Zeit gefunden, einen kurzen Blick in die √ľber 30 wissenschaftlichen Publikationen von Thomas Dax zu werfen, h√§tten sie diese Entscheidung nicht treffen k√∂nnen. So kann ich Ihnen jetzt sehr empfehlen doch kurz in die einzige wissenschaftliche Publikation der bestellten Leiterin, die sie alleine gemacht hat, n√§mlich ihre Diplomarbeit, zu schauen. Herr Bundesminister, glauben Sie mir, es lohnt sich!

Ich werde mich aus den zuk√ľnftig inneren Belangen der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen strikt heraushalten, denn meine ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter m√ľssen mit der neuen Leitung leben und arbeiten.

Ich bringe Ihnen und Ihrer Ministerfunktion immer noch mehr Wertsch√§tzung entgegen, als Sie mit dieser Bestellung Herrn Dipl. Ing. Thomas Dax und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BA f√ľr Bergbauernfragen und somit auch den Bergb√§uerinnen und Bergbauern entgegen gebracht haben.


Dr. Josef Krammer

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Utl.: Gr√ľne zur Bestellung der Leitung der Bundesanstalt f√ľr

Bergbauernfragen

pirklhuber_ehlerleiterinWien (OTS) – “Bei der Bestellung der neuen Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauerfragen wurde der nachweislich mit Abstand qualifizierteste Bewerber und interimistische Leiter Thomas Dax kalt √ľbergangen. Unter dem Vorwand, es sei eine gleich qualifizierte Frau gefunden worden, will Berlakovich nun eines der letzten kritischen Institute bezwingen und mundtot machen. Das ist nichts anderes als eine parteipolitisch motivierte Farce und ein Affront all jenen gegen√ľber, die in diesem Ressort gute und qualifizierte Arbeit leisten”, kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Gr√ľnen Wolfgang Pirklhuber. Wer daran zweifle, dass hier schwer gepackelt wurde, sollte sich im Internet umsehen und die wissenschaftlichen Publikationen der beiden angeblich “gleich qualifizierten” BewerberInnen Dax und Ehlers vergleichen. “Berlakovich verh√∂hnt mit dieser Fehlentscheidung das Anliegen der Gleichbehandlung und stellt seine eigene Leitungskompetenz in Frage. Er ist der Empfehlung eines unqualifizierten politisch-motivierten Gremiums gefolgt und hatte nicht die Gr√∂√üe, diese Fehlentscheidung noch mal von unabh√§ngigen und kompetenten WissenschaftlerInnen √ľberpr√ľfen zu lassen”, so Pirkhuber.

Pirklhuber erinnert daran, dass namhafte WissenschaftlerInnen und Universit√§tsprofessorInnen wie z.B. Eva Kreisky, Birgit Sauer, Helmut Kramer (Uni Wien), Alt-Rektor Manfried Welan, Markus Hofreither (Uni f. Bodenkultur) u.v.a. (siehe www.bergphoenix.at) sich f√ľr eine Neubewertung ausgesprochen und sich mit der Kritik des ehemaligen Leiters Dr. Josef Krammer und der MitarbeiterInnen des Instituts solidarisch erkl√§rt haben. Dass sich nun Landwirtschaftsminister Berlakovich kalt √ľber die Kritik hinwegsetzt ist ein deutliches Zeichen der F√ľhrungsschw√§che und Kniefall vor den kurzsichtigen Machtspielen des √ĖVP-Bauernbundes im Landwirtschaftsressort.

“Nicht die Bergb√§uerinnen und Bergbauern hat der Minister hier im Blick sondern augenscheinlich reine Machtlogik und die Schw√§chung einer innovativen und kritischen Agrarforschungseinrichtung in √Ėsterreich”, argumentiert Pirklhuber.

Seit Jahren fordern die Gr√ľnen, dass die unertr√§gliche M√§nnerdominanz, die in allen Politikbereichen im Agrarbereich zutage kommt, beseitigt wird und qualifizierte Frauen in Leitungsfunktionen kommen. Eine bahnbrechende Studie diesbez√ľglich wurde ja gerade von der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen vor kurzem ver√∂ffentlicht. Nun soll gerade dieses Institut missbraucht werden, um unter dem Deckmantel der Gleichstellung reine √ĖVP-Parteipolitik zu betreiben.

R√ľckfragehinweis: Die Gr√ľnen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT *** OTS0221 2009-05-27/13:20 271320 Mai 09

Utl.: Mit Désirée Ehlers kommt eine kompetente Frau in agrarische Spitzenfunktion Wien (OTS)

berlakovich_ehlersleiterinEs ist ein Signal, wenn im agrarischen Bereich eine Frau in eine f√ľhrende Position kommt. Damit setzt das Landwirtschaftsressort einen weiteren wichtigen Schritt zur Positionierung von Frauen im √∂ffentlichen Dienst und in der Landwirtschaft. “Mir ist es wichtig, dass auch Frauen eine Chance bekommen, den Agrarbereich zu gestalten. D√©sir√©e Ehlers hat sich im Bewerbungsverfahren zur Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen als kompetent, engagierte und geeignet bew√§hrt”, so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute anl√§sslich der Ernennung von D√©sir√©e Ehlers zur neuen Leiterin der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen.

D√©sir√©e Ehlers ist Absolventin der Universit√§t f√ľr Bodenkultur Wien (Landschaftsplanung und Landschaftspflege), berufst√§tige Alleinerzieherin einer Tochter und war zuletzt als Unternehmensberaterin t√§tig.

F√ľr die Nachbesetzung der Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen wurde ein Ausschreibungsverfahren durchgef√ľhrt. Dabei haben sich eine Bewerberin und ein Bewerber als “in hohem Ausma√ü geeignet” qualifiziert. Gem√§√ü dem Gleichbehandlungsgesetz sind Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber vorrangig zu bestellen. Dies wurde Bundesminister Niki Berlakovich von der unabh√§ngigen Besetzungskommission entsprechend empfohlen. “V√∂llig unverst√§ndlich waren f√ľr mich die Attacken verschiedener Parteienvertreter im Vorfeld, insbesondere der Gr√ľnen, die zwar am Weltfrauentag mehr Frauen in F√ľhrungspositionen fordern, aber bereits bei der n√§chster Gelegenheit, wenn es um die konkrete Bestellung einer Frau geht, gegen sie Stimmung machen”, so der Minister abschlie√üend.

R√ľckfragehinweis: Lebensministerium Pressestelle Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823 *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT *** OTS0134 2009-05-27/11:42 271142 Mai 09

solidaritaetserklaerungWir unterzeichnende Sozialwissenschaftler/innen protestieren dagegen, dass durch die vorgesehene Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen die Qualit√§t und Effizienz der Arbeit und die Reputation dieser national und international anerkannten Forschungseinrichtung gef√§hrdet ist.

Die Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen hat sich vor allem dadurch einen sehr guten Namen in der ‚Äěscientific community” wie auch bei Praktiker/Innen gemacht, weil die Forschungsarbeiten, Analysen und Stellungnahmen ihrer Mitarbeiter/Innenauf einer breiten interdisziplin√§ren wissenschaftlichen Grundlage ausgearbeitet wurden.
Es deutet einiges darauf hin, dass bei der Auswahl der neuen Leitung andere Kriterien als die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber/innen eine zentrale Rolle gespielt haben, anders ist die Art und Weise des Auswahlvorgangs f√ľr uns nicht erkl√§rbar. Hiermit soll jedoch in keiner Weise die Notwendigkeit, Frauen st√§rker in F√ľhrungspositionen zu ber√ľcksichtigen, in Frage gestellt werden.

Wir sehen diese Vorgehensweise, welche den Standards einer um Objektivierung bem√ľhten Auswahl von Leitungsfunktionen widerspricht und die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter demotiviert, auch in v√∂lligem Widerspruch zu dem erkl√§rten Ziel der √∂sterreichischen Bundesregierung, den Forschungsstandort √Ėsterreichs zu st√§rken.

Wir erwarten aus diesen angef√ľhrten Gr√ľnden vom Bundesminister f√ľr BMLFUW, dass die erfolgte Entscheidung bei der Auswahl der Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen r√ľckg√§ngig gemacht wird und bei einem neuerlichen Auswahlverfahren die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber/innen und ihre bisherigen Leitungs‚ÄźErfahrungen den Ausschlag geben.

Unterzeichnet wurde dieses Statement von:

  • Anselm EDER (Professor f√ľr Soziologie, Universit√§t Wien)
  • Christian FLECK (Professor f√ľr Soziologie, Universit√§t Graz)
  • Max HALLER (Professor f√ľr Soziologie, Universit√§t Graz)
  • Otmar H√ĖLL (Direktor des √Ėsterreichischen Instituts f√ľr Internationale Politik, Professor
  • f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Wien)
  • Franz KOLLAND (Professor f√ľr Soziologie, Universit√§t Wien)
  • Helmut KRAMER (em. Professor f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Wien)
  • Eva KREISKY (Professorin f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Wien)
  • Volkmar LAUBER (Professor f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Salzburg)
  • G√ľnther OGRIS (Leiter von SORA, Institute for Social Research and Analysis, Wien)
  • Anton PELINKA (Professor f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Budapest)
  • Birgit SAUER (Professorin f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Wien)
  • Emmerich TALOS (Professor f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Wien)
  • Karl UCAKAR (Professor f√ľr Politikwissenschaft, Universit√§t Wien)
  • Manfried WELAN (em. Professor f√ľr Verwaltungsrecht, langj√§hriger Rektor, Universit√§t
  • f√ľr Bodenkultur)

Die Unterst√ľtzungserkl√§rungen liegen vor in Form von e‚Äźmail‚ÄźMitteilungen an das
Redaktionskomitee am Institut f√ľr Politikwissenschaft der Universit√§t Wien
(verantwortlich Helmut Kramer)

jannach_30_jahre_bauernbundWien (OTS) – FP√Ė-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach zieht eine Bilanz √ľber 30 Jahre Vorherrschaft des √∂sterreichischen Bauernbundes und der √ĖVP im Landwirtschaftssektor, mindestens ebenso langer Proporzwirtschaft, gerechter Verteilung der F√∂rdermittel sowie √ľber die wahren Gr√ľnde des Bauernsterbens:

30 Jahre Proporz und “Funktion√§rslandwirtschaft” sind genug

“Innerhalb dieser v√∂llig starren √ĖVP-Strukturen werden nicht die Bauern selbst, sondern nur gewisse Organisationen und da meist die h√∂heren Funktion√§re mit F√∂rdermitteln oder gar “fetten” Jahrespr√§mien von bis zu Euro 100 000 bedient”, f√ľhrt Jannach aus.
“Bei der Budgetdebatte sprachen gewisse √ĖVP-Mandatare angef√ľhrt von Fritz Grillitsch von angeblichen Objektivierungsverfahren bei der Besetzungen landwirtschaftlicher Organisationen, wie der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen – eine Verh√∂hnung all jener, die wissen, wie diese Sache in Wirklichkeit l√§uft!

Hier wurde n√§mlich mit Krammer die letzte kritische Kraft aus diesem √ĖVP-Imperium entfernt”, stellt der Nationalratsabgeordnete abschlie√üend klar.

R√ľckfragehinweis: FP√Ė *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT *** OTS0143 2009-05-26/11:14 261114 Mai 09

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dipl.Ing. Berlakovich,

Ich kenne Josef Krammer als verantwortlichen, aufrichtigen und humanen Menschen und Projektkollegen, und bin entsetzt √ľber die Formulierung bzw. Androhung eines inzuleitenden Strafverfahrens durch das Pr√§sidium des BMLFUW bei der zust√§ndigen Staatsanwaltschaft.

Es gibt in unserem Land wenig Menschen vom Format Josef Krammers, umso mehr sollten wir diese respektieren und ihr Wort wertschätzen.


Mit freundlichen Gr√ľssen

Ilse Hirschmann


Filled Under: Offene Briefe

parlament_milchbauern_foerderungskaiserNationalrat debattiert Gr√ľnen-Bericht und die Nachbesetzung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen

(am 19.5.2009)

ZUSAMMENFASSUNG der Passagen betreffend die BABF:

—————————————————————————

Abgeordneter Josef MUCHITSCH (S)…. Abschlie√üend ersuchte er den Landwirtschaftsminister, die Anzeige gegen einen renommierten Hofrat im Zuge der Diskussion um die Leitungsbesetzung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauern zur√ľckzuziehen.

Abgeordneter Wolfgang PIRKLHUBER (G).. Auch er thematisierte kritisch die Leitungsbesetzung an der Bundesanstalt f√ľr Bergbauern. Das Landwirtschaftsministerium gehe gegen hochverdiente Wissenschafter mit Anzeigen vor, Wissenschafter seien einer politischen Verfolgung ausgesetzt, so sein scharfer Vorwurf an den Minister.

Abgeordnete Anna H√ĖLLERER (V) … Als positiv vermerkte sie in diesem Zusammenhang die Bestellung einer Frau zur Leiterin der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen.

Abgeordneter Kurt GA√üNER (S) …. √úberdies √§u√üerte Ga√üner sein Befremden √ľber die Besetzung der Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen.

Bundesminister Nikolaus BERLAKOVICH erkl√§rte dazu, er habe bei gleichwertiger Qualifikation eine Frau bestellt, und wies den Vorwurf der parteipolitischen Besetzung entschieden zur√ľck.

Abgeordneter Wolfgang PIRKLHUBER (G) bekannte sich zur Frauenf√∂rderung in der Landwirtschaft, warf dem Minister bei der Besetzung des Bergbauerninstituts aber Etikettenschwindel vor und forderte Berlakovich auf, seine Entscheidung nochmals zu √ľberpr√ľfen.

Gesamte PK: auf :

http://www.parlament.gv.at/PG/PR/JAHR_2009/PK0441/PK0441.shtml

Habe endlich Zeit gefunden mir diese Sache mit der Neubesetzung der Leitungsfunktion an der BABF näher anzuschauen.

Als fr√ľherer Mitarbeiter der Bundesanstalt wei√ü ich nat√ľrlich was hier auf dem Spiel steht. Ich bin ein Beobachter aus der Distanz und es steht mir nicht zu √ľber die fachliche Kompetenz¬† und Managementqualit√§t der vorgeschlagenen¬† Person des neuen Leiters zu urteilen. Ich kenne jedoch Thomas Dax als fr√ľheren Kollegen und wei√ü, dass der exzellente Ruf den die Bundesanstalt in der internationalen Fachwelt genie√üt, zum gro√üen Teil auf seine pers√∂nlichen F√§higkeiten zur√ľckgeht. Auch hat es Thomas Dax wie kein zweiter geschafft, das kreative Potential des Teams optimal in Wert zu setzen. Die Bundesanstalt ist heute der wichtigste Kooperationspartner √Ėsterreichs in EU-weiten Forschungsprogrammen zu Themen der l√§ndlichen Entwicklung.

Aus Managementsicht erscheint der derzeitige Vorschlag f√ľr die Neubesetzung der Leitungsfunktion eine eklatante Fehlentscheidung zu sein.¬† Man riskiert damit nicht nur, den exzellenten internationalen Ruf dieser Forschungseinrichtung zu zerst√∂ren, sondern letztlich die Bundesanstalt selbst.

Es ist offensichtlich, dass ein neuer Leiter, der das komplette Team gegen sich hat, mit gro√üer Wahrscheinlichkeit scheitern wird. Jeder Versuch, sich in so einer Situation durchzubei√üen, w√ľrde aber nichts anderes als totale Zerr√ľttung bringen. Ein Institut das sein kreatives Potential in internen Auseinandersetzungen verschlei√üt, w√ľrde den Bach runter gehen. In der Folge h√§tte man dann sicherlich genug Argumente, ein seit jeher unbequemes Institut in desolatem Zustand letztendlich zu liquidieren – zumindest als eigenst√§ndige Einheit.

Der Verdacht dass dieses Manöver um die Leitungsfunktion nur ein Intermezzo ist, lässt sich  nicht von der Hand weisen.

Aus der Besorgnis, dass √Ėsterreich riskiert eine seiner besten Agrarforschungseinrichtungen zu verlieren, kann ich all jene unterst√ľtzen, die vehement verlangen, dass die Entscheidung nochmals √ľberpr√ľft werden soll.

Was ich in dieser Sache auch absolut nicht akzeptabel finde ist die pers√∂nliche Behandlung von Thomas Dax. Offensichtlich hat man objektive fachliche Kompetenz und Managementqualit√§ten als zweitrangig erachtet. Doch dar√ľber hinaus ist bekannt, dass Thomas Dax als integere und politisch unabh√§ngige Pers√∂nlichkeit mit jedem Minister, welch immer Couleur, effizient zusammenarbeiten kann. Wie man hier mit Thomas Dax verfahren hat bedarf einer scharfen Korrektur.

Als ehemaliger Mitarbeiter der Bundesanstalt w√ľnsche ich mir nat√ľrlich, dass diese Anstalt auch weiterhin national und international Spitzenforschung liefern kann. Daf√ľr bedarf es eines motivierten Teams das ungest√∂rt arbeiten kann. √Ėsterreich w√§re schlecht beraten, sich solcher Ressourcen zu berauben.

Rudolf Niessler

blickinsland1Keine gl√ľckliche Hand hatte Agrarminister Berlakovich offenbar bei seiner ersten wichtigen Personalentscheidung. Nach der Pensionierung des integren Josef Krammer (er leitete gut 30 Jahren lang die seit ihrer Gr√ľndung unter SP-Agrarminister G√ľnter Haiden als ‚Äělinks” geltende Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen) wurde Desiree Ehlers zu dessen Nachfolgerin bestellt.

Die Beraterin f√ľr Stadt-, Regional- und Verkehrsplanung wurde Krammers langj√§hrigem Stellvertreter Thomas Dax vorgezogen. Das trieb intern wie extern die Wogen der Entr√ľstung hoch.
Dax gilt als profunder Wissenschaftler mit gro√üem agrar- und sozialpolitischem Hintergrundwissen, wovon auch Dutzende Publikationen zeugen. Ehlers gilt aufgrund von gerade mal zwei wissenschaftlichen Ver√∂ffentlichungen eher als Expertin f√ľr ‚ÄěGr√ľnraumgestaltung in urbanen R√§umen”, daf√ľr aber mit besten Kontakten in die Sektion III des BMLFUW.

Sie habe ‚Äěwenig Praxis im wissenschaftlichen Arbeiten, null Erfahrung in den Sozialwissenschaften des Agrarsektors und ist in der Szene weder verankert noch bekannt”, kritisiert Richard Hubmann, Diplom-Landwirt und Mitglied der ¬ß7-Beraterkommission in einem harschen offenen Brief an den Minister. Die vermutlich eher politische als fachliche Bestellung unter Verweis auf die arbeitsrechtliche Gleichbehandlung wurde auch von langj√§hrigen hochrangigen Ministerialbeamten mit Kopfsch√ľtteln kommentiert. Die deklariert linke Bergbauernvereinigung Via Campesina √ľbte heftige Kritik an der Entscheidung (‚ÄěFrau sein allein ist kein Programm”) und protestierte am Stubenring.

blick_ins_land_2

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bokumeetsbabfbagru*aw und agrar_attac laden zur Podiumsdiskussion

“Die Rolle der Agrarpolitik in der Wissenschaft – und vice versa”

Als Skandal bezeichnet Josef Krammer die Nachbesetzung der Leitung der Bundesanstaltf√ľr Bergbauernfragen (BABF). Von einer “politisch motiviertenFehlbesetzung” um eine “unabh√§ngige Forschungseinrichtung mundtot zu machen” ist zur Zeit auch in Wissenschaft und Opposition die Rede.Auf der Widerstandsseite der BABF www.bergphoenix.at bezieht die scientific communityeindeutig Stellung f√ľr die √ľberrollte Belegschaft.

Wir fragen uns:Auf welcher Basis fällen AgrarpolitikerInnen ihreEntscheidungen, wenn nicht auf Basis der Arbeit unabhängigerWissenschaftlerInnen?

es diskutieren:

  • Nikolaus Berlakovich – angefragt(BMLFUW)
  • Helmut Kramer(Univ. Prof. em. f√ľr Politologie an der Universit√§t Wien)
  • Josef Krammer (ehem. Leiter der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen)
  • Irmi Salzer (√Ėsterreichische Bergb√§uerInnen Vereinigung)
  • Gerda Schneider (Leiterin Inst. f√ľr Landschaftsplanung BOKU)

Wann: Dienstag, 19. Mai 2009um 18 Uhr, anschließend Brot und Wein

Wo: BOKU, Oskar Simony-Haus EG03Wien 1180; Peter-Jordan-Str. 65

flyer_bokumeetsbabf_195

Opirklhuber_parlanfrage2TS121 5 II 0303 FMB0004 CI                                15.Mai 09

POLITIK GR√úNE
PIRKLHUBER INSTITUT F√úR BERGBAUERNFRAGEN BERLAKOVICH

Weitere Anfrage der Gr√ľnen zur Bestellung der Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen
Utl.:
Einsch√ľchterungsma√ünahme durch Einleitung eines Strafverfahrens gegen den ehemaligen Leiter =

Wien (OTS) – Der ehemalige Leiter der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen Dr. Josef Krammer hat auf die Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen mit einem offenen Brief an Bundesminister Berlakovich reagiert.

Darin kritisiert er, dass die designierte Leiterin nachweislich nicht √ľber die notwendigen Qualifikationen verf√ľge und der wesentlich h√∂her qualifizierte Mitbewerber und interimistische Leiter der Bundesanstalt √ľbergangen wurde. Die innovative Arbeit des Institutes lieferte der √ĖVP-Agrarpolitik oft unbequeme Ergebnisse und ist dem schwarzen
Ministerium schon lange ein Dorn im Auge. Nun soll es mit dieser Neubestellung der Leitung gef√ľgig gemacht werden.

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strohmeier_offenerbrief

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

Ich habe mit gro√üem Bedauern die Informationen √ľber die Vorgangsweisen in der Neubesetzung der Leitung der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen gelesen. Was hier geschehen ist, und von Ihnen, Herr Bundesminister, verantwortet wird, reiht sich zwar ein in eine Kette von politisch motivierten Besetzungen von wichtigen Positionen, und ist aus der Sicht der beabsichtigten politischen Kontrolle von Institutionen in diesem Land durchaus nachvollziehbar, gegen√ľber einer wissenschaftlichen Einrichtung ist es jedoch v√∂llig daneben und, um einen auch innerhalb der √ĖVP angesehenen Agrarwissenschaftler, Kollegen Wohlmeyer, zu zitieren: “zukunftskriminell”.

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Filled Under: Offene Briefe

haid_offenerbriefRoale” im Ventertal, A- 6450 S√∂lden im √Ėtztal / 13.Mai 2009

Herrn
Bundesminister
Dipl.Ing.Nikolaus Berlakovich
BMLFUW
Stubenring 1
1010  WIEN

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

jetzt mu√ü ich mich mit aller verf√ľgbaren Kraft daf√ľr einsetzen, da√ü die bew√§hrte und wichtige
BUNDEANSTALT F√úR BERGBAUERNFRAGEN
in bestbewährter inhaltlicher wie fachlicher Ausrichtung unbedingt erhalten bleiben  muß.
Speziell f√ľr das Verst√§ndnis der sensiblen Situation der Bergbauern werden ebenso sensible wie kreative, wissenschaftlich fundierte und politisch unabh√§ngige Fachkr√§fte ben√∂tigt.

Ich kenne die Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen seit Beginn und verfolge aufmerksam die Entwicklung in der Bundesanstalt und wei√ü um die Qualit√§t und die Notwendigkeit dieser Einrichtung. Es ist alpenweit eine Einzigartigkeit, die unbedingt erhalten werden mu√ü.

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babf_solodarischDie Belegschaft der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen erkl√§rt sich mit dem ehemaligen Leiter der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen, Dr. Josef Krammer, solidarisch und weist die Androhung eines Strafverfahrens aufs Sch√§rfste zur√ľck.

Das Pr√§sidium des BMLFUW hat auf einen offenen Brief unseres ehemaligen Leiters Dr. Josef Krammer mit Androhung der Einleitung eines Strafverfahrens bei der zust√§ndigen Staatsanwaltschaft, reagiert: (Zitat) ‚ÄěDie von Herrn Krammer¬† √ľber die neue Leiterin der BA f√ľr Bergbauernfragen getroffenen Feststellungen sind unrichtig und zutiefst menschenverachtend, sodass erwogen wird, diesbez√ľglich bei der zust√§ndigen Staatsanwaltschaft hinsichtlich der strafrechtlichen Relevanz ein Verfahren einzuleiten.” (Zitatende)

Wir weisen diese Inhalte und die Androhung eines Strafverfahrens gegen√ľber Dr. Josef Krammer auf das Sch√§rfste zur√ľck und verlangen von allen Verantwortlichen Offenheit und Transparenz in allen Angelegenheiten betreffend der Bestellung der Leitung der BA f√ľr Bergbauernfragen.

Wir stellen fest, dass Dr. Josef Krammer kein Unrecht begangen hat bzw. weisen im Gegenteil sogar darauf hin, dass ein ehemaliger Leiter einer Bundesanstalt, wenn ein derart offensichtlicher Irrtum in der Beurteilung der Qualifikation der BewerberInnen f√ľr seine Nachfolge vorliegt, das Recht und die Pflicht hat, diesen Irrtum √∂ffentlich zu machen. Nichts anderes hat Dr. Josef Krammer in diesem Zusammenhang getan und daf√ľr verdient er unseren Respekt und unsere Anerkennung.

Die gegenst√§ndliche Strafandrohung durch das Pr√§sidium des BMLFUW ist in jeder Hinsicht ungerechtfertigt und unverh√§ltnism√§√üig. Diese Drohung kann nur als Einsch√ľchterungsversuch interpretiert werden.

Wir fordern ein sofortiges Zur√ľckziehen dieser Androhung eines Strafverfahrens und erkl√§ren uns voll solidarisch mit unserem ehemaligen Leiter Dr. Josef Krammer.

Wir ersuchen Bundesminister Dipl. Ing. Berlakovich nochmals, angesichts der vorliegenden ungerechtfertigten Strafandrohung und der offensichtlichen Fehlbeurteilung der Qualifikation der BewerberInnen f√ľr die wissenschaftliche Leitung der BA f√ľr Bergbauernfragen sich f√ľr Transparenz und Offenheit zu entscheiden, eine neue Begutachtungskommission einzusetzen und die designierte Bestellung der Leitung der BA f√ľr Bergbauernfragen nicht durchzuf√ľhren.

Weitere Informationen und Unterst√ľtzungsbriefe auf:
www.bergphoenix.at

Gerhard Hovorka
(f√ľr die Belegschaft der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen)

Filled Under: Offene Briefe

krammer_ministerbrief2Sie haben zur Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen mehrfach Stellung genommen. In allen ihren Stellungnahmen betonen sie, dass sie keine andere Wahl hatten, als der Empfehlung der Begutachtungskommission zu folgen.

Aus meiner Sicht ist die Empfehlung der Begutachtungskommission ein ‚Äěoffensichtlicher Irrtum”.

Wie kam es zu diesem Irrtum?

Meines¬† Erachtens ist der Irrtum dadurch entstanden, weil die Mitglieder der Kommission nicht qualifiziert genug sind, um die Auswahl einer/eines wissenschaftlichen Leiterin/Leiters beurteilen zu k√∂nnen. Es befand sich in der Kommission keine¬† Wissenschafterin bzw. kein Wissenschafter. Daher kam es zu so einer eklatanten Fehlbeurteilung bzw. zu diesem ‚Äěoffensichtlichen Irrtum”.

Herr Bundesminister, setzen Sie eine unabh√§ngige ExpertInnenkommission mit mindestens zwei Universit√§tsprofessorInnen ein, die die beiden Bewerbungen pr√ľfen und entscheiden Sie auf Grund des Ergebnisses dieser Kommission.

Sie begr√ľnden Ihre Entscheidung mit der umstrittenen, nicht nachvollziehbaren Empfehlung der Begutachtungskommission. Herr Bundesminister, bringen Sie Transparenz in dieses Verfahren und legen Sie die Bewerbungsunterlagen (nach Zustimmung der Bewerberin und des Bewerbers), den Begutachtungsvorgang und die Begr√ľndung der Begutachtungskommision offen. Wer oder was kann Sie davon abhalten dies zu tun? Ich bin fest davon √ľberzeugt, dass Sie damit nur gewinnen k√∂nnen.

Nach meinem Wissen wurde dem Bewerber Herrn Dipl. Ing. Dax Ihre Entscheidung, durch das Pr√§sidium noch immer nicht mitgeteilt. Es kann dadurch der Eindruck entstehen, das Pr√§sidium ihres Ressorts hat etwas zu verbergen oder Dip.Ing Dax soll daran gehindert werden, fr√ľhzeitig bzw. rechtzeitig Einblick in den Bewertungsvorgang zu nehmen, um dagegen berufen zu k√∂nnen.

Das Pr√§sidium ihres Ressorts hat auf meinen ersten offenen Brief ungew√∂hnlich scharf, mit Androhung der Einleitung eines Strafverfahrens bei der zust√§ndigen Staatsanwaltschaft, reagiert. Ich habe diese Drohung ernst genommen und ich habe drei Universit√§tsprofessoren um ihre Meinung zur gegenst√§ndlichen Pr√§sidialmitteilung befragt. Alle drei sehen √ľbereinstimmend keinen Ansatz f√ľr eine strafrechtliche Relevanz meiner Aussagen. Ein namhafter Universit√§tsprofessor schrieb mir: ‚ÄěIch kann keinerlei Ansatz f√ľr eine strafrechtliche Relevanz der Aussagen in Deinem Brief sehen – Deine Aussagen sind begr√ľndet. Wenn jemand mit einem Verfahren √ľberzogen w√ľrde, der eine Einsch√§tzung √ľber die Inkompetenz einer Person f√ľr einen bestimmten Posten abgibt, die zudem noch klar begr√ľndet ist, dann k√∂nnten die Unis gleich zugesperrt werden. Diesen Hinweis in der Mitteilung der Pr√§sidialsektion interpretiere ich als einen blo√üen Einsch√ľchterungsversuch, der nicht von St√§rke dieser Institution zeugt und m√∂glicherweise interne Probleme spiegelt”.

Herr Bundesminister stoppen Sie die offensichtlichen Einsch√ľchterungsversuche (Pr√§sidialmitteilung vom15.4.) der Bediensteten in ihrem Ministerium und schaffen Sie wieder ein angstfreies Klima, das durch Vertrauen und gegenseitige Achtung gekennzeichnet ist.

Ich w√ľnsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe
mit besten Gr√ľ√üen

Josef Krammer

Filled Under: Offene Briefe

Zum Inhalt des offenen Briefes von Herrn Krammer Josef, Osterwitz 45, 8530 Deutschlandsberg, betreffend ‚ÄěNachbesetzung der Leitungsfunktion der BA f√ľr Bergbauernfragen”, teilt die Pr√§sidialsektion des Lebensministeriums mit:

Die von Herrn Krammer¬† √ľber die neue Leiterin der BA f√ľr Bergbauernfragen getroffenen Feststellungen sind unrichtig und zutiefst menschenverachtend, sodass erwogen wird, diesbez√ľglich bei der zust√§ndigen Staatsanwaltschaft hinsichtlich der strafrechtlichen Relevanz ein Verfahren einzuleiten.
Vielmehr hat die f√ľr die Bestellung der Leitungsfunktion zust√§ndige Begutachtungskommission einstimmig unter den eingereichten Bewerbungen, die den Ausschreibungsbedingungen am besten entsprechende Bewerbung dem Herrn Bundesminister zur Bestellung vorgeschlagen, der dieser Empfehlung gefolgt ist. Mit dieser Entscheidung ist auch gew√§hrleistet, dass die Kontinuit√§t sowie der Aufgabenbereich der Bundesanstalt hoch qualitativ abgesichert ist.

Herrn Krammer, der seit l√§ngerem nicht mehr Leiter der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen ist, steht es nicht zu, in derartiger Form eine Abqualifizierung von zuk√ľnftigen MitarbeiterInnen vorzunehmen. Dem im offenen Brief geforderten Korrekturwunsch kann daher nicht entsprochen werden. Daran √§ndert auch eine √∂ffentliche Kundmachung nichts.

oebv_307Kurz vor Redaktionsschluss hat uns die unglaubliche Nachricht ereilt, dass das Lebensministerium den Posten der LeiterIn der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen (BABF) an eine fachlich nicht qualifiziene Bewerberin vergeben hat.

Da die √ĖBV-Via Campesina Austria der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen schon lange inhaltlich und kollegial verbunden ist, die Arbeit und insbesondere die Analysen der BABF sch√§tzt und als wissenschaftlich und agrarpolitisch hoch relevant beurteilt, m√∂chten wir unsere Betroffenheit √ľber diese fachlich unbegr√ľndbare Bestellung ausdr√ľcken. Wir werden jegliche Bem√ľhungen um eine Neuausschreibung der Funktion unterst√ľtzen und erkl√§ren uns mit der Bundesanstalt f√ľr Bergbauernfragen solidarisch. Anl√§sslich dieser skandal√∂sen Personalentscheidung haben wir am 17. April , dem Tag des kleinb√§uerlichen Widerstands, vor dem Ministerium demonstriert.

Im Folgenden drucken wir den offenen Brief ab, den Josef Krammer an den Landwinschaftsminister gerichtet hat.

Artikel

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diegruenen_ressort_im_griffUtl.: Gr√ľne: Eklat bei den Budgetverhandlungen Landwirtschaft

Wien (OTS) – “Landwirtschaftsminister Berlakovich konnte bei den heutigen Budgetverhandlungen keine der agrarpolitisch brennenden Fragen schl√ľssig beantworten: Warum er den Rotstift gerade bei den Bioorganisationen und qualit√§tssichernden Ma√ünahmen ansetzt, was er tun wird, um die Existenz der Milchbetriebe abzusichern oder ob er die grob ungerechte und Arbeitsplatz vernichtende Verteilung der Agrarf√∂rderungen zugunsten der b√§uerlichen Familienbetriebe √§ndern wird”, zeigt sich der Landwirtschaftssprecher der Gr√ľnen, Wolfgang Pirklhuber entt√§uscht. Read the rest of this entry »